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Retail Marketing mit Printprodukten am POS

  • POS
  • 6 August 2026
  • 7 Minuten Lesezeit
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So wird deine Kampagne am POS sichtbar

Onlineanzeigen, Social Media und Newsletter können eine Verkaufsaktion ankündigen. Doch spätestens am Point of Sale muss die Kampagne auch im Geschäft sichtbar werden.

Hier kommen Printprodukte ins Spiel: Plakate machen auf Angebote aufmerksam, Aufkleber führen durch die Verkaufsfläche, Displays präsentieren Produkte und Flyer liefern zusätzliche Informationen. Richtig kombiniert sorgen diese Materialien dafür, dass Kunden eine Kampagne über verschiedene Kontaktpunkte hinweg wiedererkennen.

Damit das in zehn, hundert oder mehreren tausend Verkaufsstellen gleichzeitig funktioniert, braucht es neben einer guten Gestaltung auch eine durchdachte Produktion und Logistik.

Was ist Retail Marketing?

Retail Marketing umfasst alle Marketingmaßnahmen, mit denen Händler und Marken Kunden im Umfeld des Einzelhandels erreichen. Dazu gehören Maßnahmen vor dem Besuch, während des Einkaufs und nach dem Kauf.

Ziele können beispielsweise sein:

  • die Aufmerksamkeit für ein Produkt zu erhöhen
  • neue Produkte einzuführen
  • saisonale Angebote sichtbar zu machen
  • Kunden durch die Verkaufsfläche zu führen
  • Zusatzkäufe anzuregen
  • die Markenwahrnehmung zu stärken
  • Kunden langfristig zu binden

Printprodukte übersetzen die Kampagnenidee in den physischen Verkaufsraum. Sie machen aus einer digitalen Ankündigung eine sichtbare Aktion vor Ort.

Warum sind Printprodukte im Retail Marketing wichtig?

In einer Filiale treffen viele Informationen aufeinander: Produkte, Preisschilder, Verpackungen, Bildschirme, Mitarbeitende und weitere Markenbotschaften konkurrieren um Aufmerksamkeit.

Printprodukte helfen dabei, Informationen zu ordnen und gezielt hervorzuheben. Sie können eine klare Orientierung geben, bestimmte Sortimente kennzeichnen und Kunden direkt zu einer Handlung auffordern.

Dabei übernimmt jedes Printprodukt eine andere Aufgabe. Ein großes Schaufensterplakat weckt Aufmerksamkeit, ein Regalwobbler lenkt den Blick auf ein konkretes Produkt und ein Flyer erklärt Details, für die auf dem Plakat kein Platz ist.

Welche Printprodukte eignen sich für Retail Marketing?

Vor der Filiale: Aufmerksamkeit schaffen

Schon vor dem Betreten des Geschäfts entscheidet sich, ob eine Aktion wahrgenommen wird.

Geeignete Produkte sind beispielsweise:

  • Schaufensterplakate
  • Schaufensteraufkleber
  • Banner
  • Fahnen
  • Kundenstopper
  • Outdoor-Plakate
  • Aktionsschilder

Die Botschaft sollte in wenigen Sekunden verständlich sein. Eine klare Headline, ein starkes Produktmotiv und eine eindeutige Handlungsaufforderung sind meist wirkungsvoller als viele kleine Informationen.

Im Eingangsbereich: Die Kampagne ankündigen

Im Eingangsbereich wird die Aktion noch einmal aufgegriffen. Hier können Kunden erkennen, was sie in der Filiale erwartet.

Zum Einsatz kommen unter anderem:

  • Plakate
  • Deckenhänger
  • Bodenaufkleber
  • Wegweiser
  • Roll-ups
  • freistehende Displays

Besonders bei größeren Verkaufsflächen helfen Leitsysteme dabei, Kunden zum beworbenen Sortiment zu führen.

Am Regal: Die Kaufentscheidung unterstützen

Direkt am Produkt sind kompakte und konkrete Informationen gefragt.

Typische POS-Materialien sind:

  • Regalwobbler
  • Shelf-Stopper
  • Preis- und Aktionsschilder
  • Produktkarten
  • Aufsteller
  • Dispenser
  • Etiketten
  • Produktbroschüren

Hier sollte deutlich werden, welchen Vorteil das Produkt bietet und was Kunden als Nächstes tun sollen.

An der Kasse: Zusatzkontakte nutzen

Auch an der Kasse gibt es Möglichkeiten, weitere Angebote zu kommunizieren oder Kunden an die Marke zu binden.

Dafür eignen sich:

  • Thekendisplays
  • Gutscheinkarten
  • Coupons
  • kleine Flyer
  • Kundenkarten
  • Gewinnspielkarten
  • Produktproben mit gedruckten Informationen
  • Gratismagazine

Der Platz ist begrenzt. Deshalb sollten Materialien kompakt sein und sich einfach in den Kassenprozess integrieren lassen.

Nach dem Kauf: In Kontakt bleiben

Retail Marketing endet nicht zwingend an der Ladentür. Gedruckte Beilagen können den Kontakt verlängern.

Mögliche Produkte sind:

  • Dankeskarten
  • Gutscheine für den nächsten Einkauf
  • Pflege- oder Anwendungshinweise
  • Produktbroschüren und Magazine
  • Empfehlungskarten
  • personalisierte Mailings
  • bedruckte Tragetaschen mit Werbung

So wird aus einem einzelnen Einkauf im besten Fall ein weiterer Besuch.

Print und Digital sinnvoll verbinden

Printprodukte und digitale Maßnahmen müssen keine getrennten Welten sein. Ein QR-Code auf einem Plakat, Display oder Flyer kann Kunden direkt zu weiterführenden Inhalten führen.

Mögliche Ziele sind:

  • eine Produktseite
  • ein Aktionsangebot
  • ein Terminbuchungssystem
  • ein Gewinnspiel
  • ein Erklärvideo
  • eine digitale Anleitung
  • eine Newsletter-Anmeldung
  • eine Händler- oder Filialsuche

Für unterschiedliche Filialen oder Regionen können eigene QR-Codes und Aktionscodes verwendet werden. Dadurch lässt sich nachvollziehen, über welchen Standort oder welches Werbemittel ein Aufruf entstanden ist.

Wichtig ist, dass hinter dem QR-Code ein konkreter Mehrwert wartet. Ein allgemeiner Verweis auf die Startseite ist meistens weniger überzeugend als eine passende Aktionsseite.

Von einzelnen Printprodukten zur abgestimmten Filialkampagne

Eine Retail-Kampagne wirkt besonders einheitlich, wenn alle Materialien gestalterisch und inhaltlich zusammenpassen.

Das bedeutet nicht, dass jede Filiale exakt das gleiche Paket erhalten muss. Eine große Innenstadtfiliale hat andere Flächen als ein kleiner Standort oder ein Shop-in-Shop-System.

Deshalb sollten vor der Produktion verschiedene Standorttypen definiert werden.

Beispiel: Kampagne für 120 Filialen

Ein Unternehmen möchte eine saisonale Produktaktion in 120 Filialen umsetzen. Die Standorte werden in drei Gruppen eingeteilt:

Paket A für 20 große Filialen

  • zwei Schaufensterplakate
  • ein Bodenkleber
  • ein großes Display
  • vier Regalwobbler
  • 500 Flyer
  • Aufbauanleitung

Paket B für 70 Standardfilialen

  • zwei Innenplakate
  • ein Thekendisplay
  • zwei Regalwobbler
  • 250 Flyer
  • Aufbauanleitung

Paket C für 30 kleine Standorte

  • ein Innenplakat
  • ein Thekenaufsteller
  • 100 Flyer
  • kompakte Aktionsanleitung

Jedes Paket wird nach einer hinterlegten Packliste zusammengestellt, mit der Filialnummer gekennzeichnet und so verschickt, dass alle Standorte rechtzeitig vor Kampagnenbeginn beliefert werden.

Die Zentrale muss nicht 120 einzelne Pakete packen oder unterschiedliche Versandlisten manuell verwalten. Produktion, Lagerung, Konfektionierung und Versand werden in einem abgestimmten Prozess gebündelt.

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